Pressemitteilung: Musikschule neu gedacht – Marios Musikschule verabschiedet sich vom Standard-Unterrichtsvertrag

Bonn, 26.08.2020 – Sprüche wie “Früher war alles besser!” oder “Das haben wir schon immer so gemacht!” werden immer wieder gerne als Begründung bei der Verwendung von bewährten Abläufen verwendet. Jedoch sind Abläufe, nur weil sie nie geändert wurden, nicht zwingend der Weisheit letzter Schluss und die perfekte Lösung.

Was die Gestaltung der Unterrichtsverträge angeht, so arbeiten bundesweit kommunale sowie freie Musikschulen ziemlich gleich. Die Gestaltung der verwendeten Unterrichtsverträge stammt aus den 1970er Jahren. Darüber haben sich Andrea Kuchenbuch und Mario Müller gemeinsam mit ihrem Team der Marios Musikschule Gedanken gemacht und entschieden, es ist Zeit für Veränderungen. 

Um heraus zu finden, was die Menschen von einer modernen Musikschule erwarten, haben sie Passanten in der Bonner Innenstadt und im Stadtbezirk Beuel befragt. Die Auswertung brachte zu Tage, dass Flexibilität, günstige Abo-Systeme, Raumnutzung zum üben und Gruppenkurse ein großer Wunsch ist. Und genau das wird jetzt in der Marios Musikschule angeboten.

Zum 30 jährigen Jubiläum im vergangenen Jahr, ging bereits das neue Programm FREIRAUM an den Start. Mit einem Abo erhält man eine Flatrate für Probe- und Überäume, eine Flatrate für ein großes Kursangebot sowie ein Kontingent für individuellen Einzelunterricht. Das Team ging sogar so weit, das freie Kursprogramm mit einer Flatrate auch für die Musikalische Früherziehung anzubieten. Damit werden die Wünsche der Kunden komplett erfüllt.

Das ging dem Team aber noch nicht weit genug. Es wurde über die neue Vertragsgestaltung für den “ganz normalen Musikunterricht” nachgedacht. Heraus gekommen sind neue Kontingenttarife. Man wählt eine Abo-Laufzeit und erhält damit ein Stundenkontingent über das man frei verfügen kann. Im Rahmen der Einführung der Kontingenttarife wurden die allgemein üblichen Schul- bzw. Betriebsferien gestrichen. An der Marios Musikschule wird nun das ganze Jahr über Musik gemacht. 

Zum 01.06.2020 wurden die neuen Kontingenttarife eingeführt und erfreuen sich schon jetzt großer Beliebtheit. Endlich können die Bedürfnisse der Schülerinnen und Schüler sowie deren Eltern berücksichtigt werden – ohne wenn und aber. Aber nicht nur die Bedürfnissen der Kundschaft wurden berücksichtigt, sondern auch die der Lehrkräfte.  

Immer wieder ist von einer prekären Situation der Musiklehrkräfte die Rede. Um dagegen etwas zu tun, gibt es bereits seit 3 Jahren an der Marios Musikschule keine freiberuflichen Honorarkräfte mehr. Alle Lehrkräfte sind in festen und sozialversicherungspflichtigen Arbeitsverhältnissen beschäftigt. Jedoch die Tatsache, dass 16 Wochen im Jahr wegen Ferienzeiten kein Unterricht stattfinden kann, schlägt sich zwangsläufig auf die Höhe der Löhne aus. Durch den Wegfall der Ferienzeiten haben nun die Lehrkräfte an Marios Musikschule die Möglichkeit mehr zu unterrichten und damit Ihren Lohn entsprechend zu erhöhen. Für die Gesellschafter der Musikschule, Andrea Kuchenbuch und Mario Müller, ist dies der einzige Weg die wirtschaftliche Situation der Musiklehrkräfte zu verbessern. Sie hegen die große Hoffnung, dass zum Wohl der Musikkultur weitere freie sowie auch kommunale Musikschulen diesem Beschäftigungsmodell folgen werden.

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